Vorwort:

Die Veranstaltung ist der erste Teil einer Reihe mit geführten Industriebesichtigungen in den Bereichen Kraftfahrzeug-, Flugzeug- und Schiffbau mit dem Schwerpunkt der Umsetzung von der Theorie in die Praxis.

In dieser Auftaktveranstaltung stehen exemplarisch der Motor und das Getriebe im Fahrzeugbau im Fokus. Die weiteren Veranstaltungen decken die Bereiche Luftfahrttechnik und Schifffahrt ab. Dabei werden wir uns u.a. mit moderner Antriebstechnik beschäftigen und mit der Spitze der deutschen Industrie zusammenarbeiten, u.a. Mercedes Benz, Porsche, Rolls-Royce, Airbus, Meyer Werft.

Den Schnittpunkt zum Unterricht bildet dabei immer die technische Ausrichtung der Hochtaunusschule im beruflichen Gymnasium, der Fachhochschule und der Berufsschule mit seinen Partnern und Ausbildungsbetrieben, wie beispielsweise Rolls-Royce.

Projektvorbereitung

  • Koordination der Werksführungen und Busfahrt
  • Grundreinigung eines gebrauchten Getriebes (VW Golf IV) von den Schülern der 10BMI (Bild rechts)
  • Demontage, Sandstrahlung, Remontage
  • Fertigung erster Handskizzen für eine Universalaufspanneinheit im Unterricht der Zerspanungs- und Industriemechaniker (Verantwortlicher für die Koordination bei Rolls Royce: Markus Teichmann, 2. Lehrjahr)
  • Festlegung der Abmaße

  • Wissenbach stellt zwei Modellmotorenbausätze (4- und 8-Zylinder) für das Projekt (Bild rechts)

 

Projektdurchführung (1. Tag)

  • Busfahrt nach Sindelfingen ins Mercedes Benz-Werk I
  • Werksführung mit Produktion der S-Klasse Limousine und des Maybach

  • Überfahrt nach Zuffenhausen ins Porsche-Werk
  • Werksführung bei Porsche mit einer imposanten Darstellung der Geschichte der Firma Porsche

  • „Hochzeit“, d.h. der Einbau von Motor und Getriebe in diversen Modellen, u.a. Boxter, 911, Cayman, 918 und 911GT (Bild rechts)
  • Heimfahrt nach Oberursel

 

 

Parallel zu den Werksführungen in Stuttgart werden im Werk bei Rolls Royce und in der HTS das Grundgestell für die Spanneinheit gesägt und vorgeschweißt.

 

Dabei wird das Getriebegehäuse aufgefräst, um die Zahnräder und Funktionseinheiten, wie z.B. die Schaltstangen, freizulegen.

Projektdurchführung (2. Tag)

  • Sichtung der Einzelteile der beiden Modellmotoren (Bild rechts)
  • Einteilung der Gruppen
  • Montage und Vorerprobung des funktionsfähigen Motors
  • Mechanische Bearbeitung der Spanneinheit mit anschließender Montage des Getriebes
  • Fertigung der Aufspannung

Projektdurchführung (3. Tag)

  • Funktionsüberprüfung der Motoren
  • Dokumentation und Erklärung der Funktionsprinzipien eines Viertakters (Bild rechts)
  • Vorbereitung der Präsentation (Gruppe Motor)
  • Zusammenbau und Aufspannung des mechanischen 5-Gang-Getriebes
  • Beschichten des Rollwagens
  • Vorbereitung der Präsentation (Gruppe Getriebe)

Projektdurchführung (4. Tag)

  • Ausstellung des Getriebes mit Spannvorrichtung und der beiden Lernmodelle mit schematischer Funktionsdarstellung
  • Lehrfilme „Funktion eines Getriebes“ und „Der 4-Takt-Motor“

 

 

 

Industriefotografie – wenn Metall auf Kunst trifft…

1. Tag: Besuch des Hessenparks

Ein  schöner Montagmorgen. Es scheint sonnig zu werden. Das ist auch gut so, denn das Fototeam der HTS - bestehend aus zwölf Schülern und drei Lehrern - macht sich auf den Weg in den wohlbekannten Hessenpark. Vorher hatte es noch eine Projekteinführung an unserer Schule gegeben. Bewehrt mit Kamera und einem Ziel im Gepäck: Möglichst schöne und eindrucksvolle Motive für  das Projektthema „Industriefotografie“ zu finden. Also nichts wie auf zur S-Bahn.

Vor Ort fanden wir liebevoll restaurierte Häuser aus der hessischen Vergangenheit vor. Doch auch der Inhalt interessierte uns. Maschinen, Werkzeuge und Gebrauchsgegenstände die eine durch die vergangenen Jahrhunderte nicht zu übersehende Patina aufweisen. Für uns genau der richtige Ort uns als Profifotografen zu versuchen. Nach wenigen Stunden waren die Bilder im „Kasten“ und der erste Tag konnte ausklingen.

 

Die drei Projektleiter, die Herren Wenzel, Göpfert und Dawidjan (4.-6. von links) zusammen mit einigen der teilnehmenden Schüler_innen vor den Ergebnissen.

2. Tag Computerarbeitstag:

Wer Fotos begutachten und im Nachhinein verbessern möchte, der kommt um moderne Computertechnik nicht mehr herum. Wozu gibt’s denn die entsprechende Hard-, und Software an unserer Schule? Der zweite Tag stand daher ganz im Zeichen der Bildauswahl und -bearbeitung. Die fotografischen Ergebnisse vom Vortag wurden zuerst der Gruppe vorgestellt. Dann wurde beraten und ausgewählt, damit nach dem Entscheidungsprozess die aussagekräftigsten Bilder digital bearbeitet werden konnten. Jeder begab sich nun einzeln an die Arbeit um den Fotos den letzten „digitalen Schliff“ zu geben.
Parallel dazu wurden ab Mittag in der Metallwerkstatt die Vorbereitungen für die vorgesehenen Bilderrahmen getroffen.

 

Obwohl es bei den Projektteilnehmern keinerlei Vorkenntnisse bei der Metallbearbeitung gab, waren Sie von Anfang an engagiert bei der Sache und so gab es auch keine Reklamationen.

3. + 4. Tag Bilderrahmenbau und Präsentation

Die für gut befundenen Fotos wurden nun anschließend auf Fotopapier gebannt, beschnitten und gegebenenfalls nochmals retuschiert. Nun lag der Schwerpunkt ganz auf der Metallbearbeitung der dafür vorgesehenen Metallbilderrahmen. Eine gute Fotografie kommt erst so richtig zur Geltung, wenn sie durch einen entsprechenden Rahmen gut in Szene gesetzt wird. Also auf in die Werkstatt der HTS wo die Rahmen aus L-Profilen hergestellt werden sollten um diese zur Aufnahme der Fotos nebst Passepartout vorzubereiten.

Dies war nun der Part von Herrn Göpfert, die Schüler_innen zur Anfertigung von einfachen Bilderrahmen aus Metall anzuleiten. Ein besonderes Augenmerk wurde hier auf den künstlerischen Effekt gelegt, bei dem Stahlblech war nämlich vorher eine korrodierte Oberfläche erzeugt worden, dieser Effekt wurde weder gestoppt noch rückgängig gemacht.  Nun heißt es Maß nehmen, Anreißen, Kanten, Sägen, Körnen, Bohren, Gewindeschneiden, Feilen und Zusammenschweißen. Dazu wurden die Rahmen mit einem MIG-MAG Schweißgerät zusammengepunktet. Die Schüler_innen waren nun begeistert bei der Arbeit und kamen am Ende zu einem guten akzeptablen Ergebnis. Das hat alle Projektteilnehmer im wahrsten Sinne „zusammengeschweißt“ und wir alle freuten uns über die wirklich guten Ergebnisse. Dies sind nun dauerhaft im Flur unserer Hochtaunusschule zu begutachten. Nicht ohne Grund sind wir zum Projekt des Monats „November“ gewählt worden. Vielen Dank an alle Beteiligten!

 

Ein Beispiel für die guten Ergebnisse des Projektes: ein fertig gerahmtes Bild, wobei sowohl das Foto wie auch der Rahmen komplett von Schüler_innen gefertigt wurde.

 

Nicht nur in zahlreichen Science-Fiction-Filmen und futuristischer Literatur erfreuen sich Roboter seit langer Zeit größter Beliebtheit. Die enorme Faszination, die von diesen vielseitig begabten Maschinenwesen auf so viele Menschen ausgeht, spiegelt sich auch in unserer technikaffinen Schulgemeinde – und was liegt näher, als daraus ein tolles Technik-Projekt bei unserer diesjährigen Schulwoche zu machen, das von den Lehrer_innen Elke Roy, Azeddine El Haddaoui und Robert Šulc realisiert wurde. Drei Tage lang haben sich 20 Schüler_innen mit dem Bau und der Ansteuerung verschiedener Roboterarten beschäftigt und dabei viel Neues erprobt, was sie der Schulgemeinde bei dem Schulfest am 14. Juli 2016 in interessanter Form vorstellen konnten. Zudem besichtigten die Schüler_innen aktuelle Entwicklungsprojekte an der Fachhochschule Frankfurt und erfuhren dabei auch mehr über die Zukunftsperspektiven der Robotik.

Spaß an Technik! Das war das Motto des Roboter-Workshops bei der Projektwoche an der Hochtaunusschule. Jugendliche ohne Vorerfahrung in der Softwareentwicklung haben eine Schaltung entworfen, gezeichnet, die Bauteile platziert und anschließend gelötet. Andere haben Software zur Ansteuerung autonomer Fahrzeuge erstellt.

 

Zunächst wurde für zwei Tage an den Robotern in der Schule gearbeitet. Die Projektteilnehmer_innen brachten dafür sehr unterschiedliche Vorkenntnisse mit. Je nach Neigung konnte die Software für die Fahrzeuge erstellt, die Elektronik gelötet oder die Abschlusspräsentation für das Schulfest vorbereitet werden. Einige programmierten in den Programmiersprachen C (Arduino) oder Assembler, um ein autonomes Fahrzeug (Roboter mit zwei Rädern) steuern zu können.

 

Diese Roboter begeistern nicht nur an unserer HTS

Ein Teil der Gruppe beschäftigte sich mit dem Meccano Roboter, der fahren und sprechen kann und zur Freude der Schüler_innen auf Sprachbefehle reagiert. Die Aufgabe war es dabei, einen defekten Arm instand zu setzen und danach den Funktionsumfang des Roboters zu erforschen. Der Besuch des Lehrstuhls für Informatik an der FH Frankfurt am dritten Tag wurde zum Highlight des Projektes. Hier konnte die Gruppe von der HTS die Entwicklung unterschiedlicher Roboter auf hohem Niveau erleben. In Kleingruppen lernten sie die Entwicklung von Assistenzrobotern und des fußballspielenden Roboters NAO kennen, der unsere Jugendlichen besonders begeistert hat.

Drei abwechslungsreiche, interessante Projekttage liegen hinter uns. Neben dem Inhaltlichen, war es eine positive Erfahrung mit Schüler_innen aus verschiedenen Klassen unterschiedlicher Fachrichtungen zusammen zu arbeiten. Nicht nur uns hat das Projekt viel Spaß gemacht, auch im Rahmen des Schulfestes hat das Projekt großes Interesse geweckt.

    

Die Projektverantwortlichen Elke Roy, Robert Šulc und Azeddine El Haddaoui

 

 

Abseits befestigter Straßen auf zwei Rädern „über Stock und Stein“ durch die Natur zu radeln, ist seit geraumer Zeit ganz groß in Mode. Mountainbiking ist für viele Jugendliche und Erwachsene zu einem attraktiven Hobby geworden, das gleich mehrere Grundbedürfnisse zwangslos miteinander verbindet: sportliche Fitness, Bewegungsdrang an frischer Luft, Naturerleben und auch eine Portion Abenteuerlust. Eine sportliche Herausforderung ist das Mountainbike-Fahren schließlich immer und jede Fahrerin und jeder Fahrer wird irgendwann einmal seine eigenen Grenzen erfahren.

Schüler und Lehrer der Hochtaunusschule beim Mountainbiken im Taunus

Die große Beliebtheit des Mountainbiking spiegelt sich auch in unserer Schulgemeinde.

Nicht wenige Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler frönen diesem tollen Freizeitspaß – und was liegt näher, daraus ein stark frequentiertes Projekt zu machen, das unsere diesjährige Schulwoche maßgeblich bereicherte. Das spannende Projekt wurde gemeinsam von dem Lehrer im Metallfachbereich Herrn Andreas Krämer und dem Zweiradmechanikermeister und Inhaber des Fahrradbetriebs „Cityzweirad“ in Oberursel Herrn Heiko Scholl realisiert. Als weiterer Projektverantwortlicher Lehrer unserer Hochtaunusschule fungierte der Abteilungsleiter BG, Herr Michael Zimmer. Die Kollegen Karlheinz Wiesemann und Isabell Medak, geb. Uhrig haben ebenfalls die Ausfahrt begleitet.

Der Projektverantwortliche Andreas Krämer (links) und Fahrradmeister Heiko Scholl (rechts) bei der Arbeit an dem Demo-Bike in der Metallerwerkstatt

Das Projekt dauerte drei Tage und fand zeitgleich in der Metall-Werkstatt und auch im Freien statt. Am jeden Tag war ein Teil der Gruppe mit den Fahrrädern unterwegs, und zwar am Montag zur Saalburg, am Dienstag zum Feldberg und am Mittwoch nach Falkenstein. Zur gleichen Zeit blieb ein Teil der Gruppe in der Schule und reparierte ihre Fahrräder in der Werkstatt. Herr Krämer und Herr Scholl zeigten an einem Demo-Bike, wie es richtig geht: Reifen wechseln, Ketten spannen und Bremsen wechseln. Sie zeigten den Schülerinnen und Schülern den Umgang mit dem erforderlichen Werkzeug und die Vorgehensweise bei Wartung und Reparatur der Mountainbikes. Am Donnerstag, während des Schulfestes bot Herr Scholl allen Mitgliedern der Schulgemeinschaft einen kostenlosen Fahrrad Check-Up an.

Auch die Schüler packten fleißig mit an in der Fahrradwerkstatt

Dass das Mountainbike-Projekt eine so tatkräftige Unterstützung durch Herrn Scholl erfuhr, zeugt von einem überdurchschnittlichen Engagement für unsere Hochtaunusschule. Denn Herr Scholl stellte unserer Projektwoche nicht nur viel Arbeitszeit gratis zur Verfügung, die für einen selbständigen Unternehmer immer kostbar ist, sondern stiftete auch das benötigte Arbeitsmaterial zur Fahrradreparatur kostenlos. Dieser Einsatz ist gar nicht hoch genug zu bewerten und daher gilt ihm der Dank aller, die an dieser Projektwoche beteiligt waren und insbesondere auch von seinem Know How profitiert haben. Wer im Alltag seinen Rat braucht, findet ihn in seiner Firma „Cityzweirad“, dem von ihm im Jahre 1992 gegründeten Fahrradgeschäft in Oberursel, dessen Inhaber und Geschäftsführer er ist. Als lokales Unternehmen beteiligt sich das Geschäft auch an aktuellen Themen oder Aktionen zum Beispiel als Service-Station beim Mountainsports Bikemarathon oder einer Fahrrad AG in der Grundschule am Urselbach und aktuell beim Projekt Mountainbike in der HTS.