Eine Projektwoche an der Hochtaunusschule (HTS) in Oberursel - und kaum einer bekommt es mit? Nicht auszudenken, oder? Neben den Berichten in der Lokalpresse und in unserer schuleigenen Projektwochen-Schülerzeitung ist es Aufgabe des Filmteams gewesen, die sehr unterschiedlichen Projekte einer gewerblich-technischen Schule in Bild und Ton festzuhalten. In Zeiten sinkender Schülerzahlen wird auch die Außendarstellung einer beruflichen Schule immer wichtiger. Zu diesem Zweck übernahmen die Lehrer M. Kraemer und A. Hinz ausgehend von einem Projektantrag eines Schülers die Leitung über das Filmprojekt. Dessen Ziel war es, die Schülerinnen und Schüler anzuleiten, die große Anzahl an diversen Projekten, die sich deutlich von denen in allgemeinbildenden Schulen realisierten Projekten unterscheiden, filmisch in Szene zu setzen.

Die Projektverantwortlichen HTS-Lehrer Markus Kraemer und Andreas Hinz

 

Erfreulich dabei war u.a. die rege Teilnahme von Schülerinnen und Schülern aus den ganz unterschiedlichen Schulformen und Klassen der HTS sowie die professionelle Arbeitsweise bei der Filmerstellung. Doch zunächst musste sich das Filmteam für die passende Arbeitsweise, Arbeitsaufteilung und Film- und Videobearbeitungs-Software entscheiden. Nachdem das Schülerteam sich auf spezielle Digitalkameras und Filmformate für die Aufnahmen geeinigt hatte, wurde eine hochwertige Film- und Video – Software aus dem professionellen Filmgeschäft ausgewählt und ausprobiert.

Filmemachen ist kein Kinderspiel! Die am Projekt beteiligten Schülerinnen und Schüler bei der Arbeit

 

Die nächsten Herausforderungen bestanden nun darin, in kleineren Gruppen die unterschiedlichen Projektteams der Schule an ihren verschiedenen Einsatzorten aufzusuchen und, falls möglich, aussagekräftige und werbewirksame Kurzfilme zu drehen. Manche Projektteams konnten natürlich zu Beginn der Projektwoche noch keine sehenswerten Resultate abliefern. Diese mussten daher mehrmals besucht werden. Andere Teams hingegen wurden sogar an schulexternen Orten gefilmt, wie z.B. die Projektgruppe der Pferdewirte in einer Reiterschule in Bad Homburg.

Man kann sich vorstellen, dass am Ende der Woche kurz vor der Fertigstellung des Films die Zeit nochmal knapp wurde, da noch manche Filmdrehs, diverse Details oder bestimmte Filmsequenzen geändert oder hinzugefügt wurden. Diesbezüglich hatten die Schüler die Idee, nochmals die Gruppe in spezielle Filmteams und Videobearbeitungsteams aufzuteilen, um parallel arbeiten zu können und weniger Zeit zu verlieren.

Danach musste der Film noch mit der passenden, lizenzfreien Filmmusik bzw. teilweise mit Musik der kombinierten „Lehrer-Schülerband“, ebenso ein teilnehmendes Projekt in dieser Woche, unterlegt werden.

Schließlich konnte das Filmteam und die beiden begleitenden Lehrer nicht nur stolz sein auf die Fertigstellung sogenannter einzelner Themenvideos mit zusammenpassenden Projekten, wie z.B. Sportprojekte oder Kunstprojekte, präsentieren, sondern auch das längere Gesamtvideo der ganzen HTS-Projektwoche vorstellen, was dann auch am Donnerstagmittag anlässlich des Schulfestes im großen Forum der Schule zu sehen war.

Im Ganzen war dieses Projekt nach Meinung aller Beteiligten fraglos ein voller Erfolg: sowohl die beteiligten Schülerinnen und Schüler als auch die beiden Lehrer hatten nicht nur viel Spaß bei dieser für die meisten doch unbekannten und neuartigen Herausforderung, sondern die Jugendlichen haben auch etwas gelernt: Dass nämlich Teamarbeit wichtiger ist als Einzelkämpfertum! Kein Film kann von einem Einzelnen konzipiert, gedreht, geschnitten und produziert werden. Immer braucht es ein Team, um einen Film erstellen zu können. Da ist einer auf den anderen angewiesen. Jeder muss sich einbringen und sich anpassen. Zuverlässigkeit, Engagement, Kommunikationsfähigkeit und Verantwortungsgefühl sind nötig, um ein solches Filmprojekt gemeinsam Wirklichkeit werden zu lassen. Und die beteiligten Jugendlichen haben auch gelernt, Vorgänge professionell zu beobachten und Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden, um Ersteres dann in Szene setzen zu können. Diese Kompetenzen werden ihnen später von Nutzen sein. Und nicht zuletzt profitiert unsere Schule als Ganzes von diesem Projekt, denn allein dadurch wurde die erste Projektwoche der Hochtaunusschule überhaupt in bewegten Bildern festgehalten. Ein – wenn man so will – schulgeschichtliches Dokument, das auch in 30 oder 50 Jahren dem Betrachter einen Eindruck vom schulischen Leben im Jahre 2016 an den beruflichen Schulen des Hochtaunuskreises in Oberursel geben wird.

 

 

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