Industriefotografie – wenn Metall auf Kunst trifft…

1. Tag: Besuch des Hessenparks

Ein  schöner Montagmorgen. Es scheint sonnig zu werden. Das ist auch gut so, denn das Fototeam der HTS - bestehend aus zwölf Schülern und drei Lehrern - macht sich auf den Weg in den wohlbekannten Hessenpark. Vorher hatte es noch eine Projekteinführung an unserer Schule gegeben. Bewehrt mit Kamera und einem Ziel im Gepäck: Möglichst schöne und eindrucksvolle Motive für  das Projektthema „Industriefotografie“ zu finden. Also nichts wie auf zur S-Bahn.

Vor Ort fanden wir liebevoll restaurierte Häuser aus der hessischen Vergangenheit vor. Doch auch der Inhalt interessierte uns. Maschinen, Werkzeuge und Gebrauchsgegenstände die eine durch die vergangenen Jahrhunderte nicht zu übersehende Patina aufweisen. Für uns genau der richtige Ort uns als Profifotografen zu versuchen. Nach wenigen Stunden waren die Bilder im „Kasten“ und der erste Tag konnte ausklingen.

 

Die drei Projektleiter, die Herren Wenzel, Göpfert und Dawidjan (4.-6. von links) zusammen mit einigen der teilnehmenden Schüler_innen vor den Ergebnissen.

2. Tag Computerarbeitstag:

Wer Fotos begutachten und im Nachhinein verbessern möchte, der kommt um moderne Computertechnik nicht mehr herum. Wozu gibt’s denn die entsprechende Hard-, und Software an unserer Schule? Der zweite Tag stand daher ganz im Zeichen der Bildauswahl und -bearbeitung. Die fotografischen Ergebnisse vom Vortag wurden zuerst der Gruppe vorgestellt. Dann wurde beraten und ausgewählt, damit nach dem Entscheidungsprozess die aussagekräftigsten Bilder digital bearbeitet werden konnten. Jeder begab sich nun einzeln an die Arbeit um den Fotos den letzten „digitalen Schliff“ zu geben.
Parallel dazu wurden ab Mittag in der Metallwerkstatt die Vorbereitungen für die vorgesehenen Bilderrahmen getroffen.

 

Obwohl es bei den Projektteilnehmern keinerlei Vorkenntnisse bei der Metallbearbeitung gab, waren Sie von Anfang an engagiert bei der Sache und so gab es auch keine Reklamationen.

3. + 4. Tag Bilderrahmenbau und Präsentation

Die für gut befundenen Fotos wurden nun anschließend auf Fotopapier gebannt, beschnitten und gegebenenfalls nochmals retuschiert. Nun lag der Schwerpunkt ganz auf der Metallbearbeitung der dafür vorgesehenen Metallbilderrahmen. Eine gute Fotografie kommt erst so richtig zur Geltung, wenn sie durch einen entsprechenden Rahmen gut in Szene gesetzt wird. Also auf in die Werkstatt der HTS wo die Rahmen aus L-Profilen hergestellt werden sollten um diese zur Aufnahme der Fotos nebst Passepartout vorzubereiten.

Dies war nun der Part von Herrn Göpfert, die Schüler_innen zur Anfertigung von einfachen Bilderrahmen aus Metall anzuleiten. Ein besonderes Augenmerk wurde hier auf den künstlerischen Effekt gelegt, bei dem Stahlblech war nämlich vorher eine korrodierte Oberfläche erzeugt worden, dieser Effekt wurde weder gestoppt noch rückgängig gemacht.  Nun heißt es Maß nehmen, Anreißen, Kanten, Sägen, Körnen, Bohren, Gewindeschneiden, Feilen und Zusammenschweißen. Dazu wurden die Rahmen mit einem MIG-MAG Schweißgerät zusammengepunktet. Die Schüler_innen waren nun begeistert bei der Arbeit und kamen am Ende zu einem guten akzeptablen Ergebnis. Das hat alle Projektteilnehmer im wahrsten Sinne „zusammengeschweißt“ und wir alle freuten uns über die wirklich guten Ergebnisse. Dies sind nun dauerhaft im Flur unserer Hochtaunusschule zu begutachten. Nicht ohne Grund sind wir zum Projekt des Monats „November“ gewählt worden. Vielen Dank an alle Beteiligten!

 

Ein Beispiel für die guten Ergebnisse des Projektes: ein fertig gerahmtes Bild, wobei sowohl das Foto wie auch der Rahmen komplett von Schüler_innen gefertigt wurde.