Schon zum dritten Mal in Folge haben wir einen Schüleraustausch mit unserer Partnerschule Pere Vives Buch in Igualada bei Barcelona durchgeführt. Direkt nach der Zeugnisvergabe am 01.02.19 (Freitag) brachen die Schüler des Spanischkurses des 11BG auf nach Spanien, um ihre frisch erlernten Sprachkenntnisse vor Ort zu testen und hierbei Land, Leute und Kultur kennenzulernen. (C. Briegel)

Nach der ersten Nacht in den Familien mit einem Abendessen nach spanischer Art - reichhaltig und um 22h - ging es am nächsten Tag auf Stadtrundgang durch Igualada. Den Rest des Wochenendes organisierten die Schülerinnen und Schüler mit ihren Austauschpartnern und -partnerinnen, mit denen sie sofort zu einer freudigen Gruppe zusammenwuchsen. So lernten unsere Schüler/innen – neben der spanischen Gastfreundschaft und Lebensfreude – die pittoreske Stadt Sitges am Meer und das Kloster Montserrat in den gleichnamigen Bergen kennen. Am Montag erhielten unsere Schülerinnen und Schüler einen Einblick in den spanischen Schulalltag, indem sie ihre Austauschpartner/innen unter anderem in den Deutschunterricht begleiteten, spanische und deutsche Zungenbrecher übten und das deutsche Schulsystem vorstellten. 

Am Dienstag besuchten wir gemeinsam mit den Spanier/innen Barcelona, wo wir unter anderem die berühmte Sagrada Familia, den Park Güell und den Hafen sahen. Am Mittwoch wurde uns die Universität von Igualada gezeigt. Diese ist, wie die Stadt selbst, sehr renommiert im Bereich der Forschung mit und der Verarbeitung von Leder jeglicher Art – selbst von Rochen, Elefanten oder Lachs – und kooperiert mit namhaften Marken wie Gucci. So lernten wir Werkstätten der Lederproduktion und Labore für Lederprüfverfahren kennen, ohne die  nicht nur die großen Marken kein Produkt auf den Markt lassen. Zudem erfuhren wir, dass – anders  als vielfach behauptet – für die Lederproduktion keine Tiere eigens getötet  werden, sondern die Haut von solchen Tieren verwendet  wird, welche zur Fleischverarbeitung geschlachtet wurden. Am Donnerstag  lernten wir im Ledermuseum von Igualada unter anderem alte Verfahren der Lederverarbeitung kennen, auf die im Zuge der Nachhaltigkeitsdiskussion vielfach auch heute wieder zurückgegriffen wird. Klar wurde uns an diesen beiden Tagen, an denen wir Einblick in die mechanischen und chemischen Verfahren der Lederproduktion erhielten, vor allem eins: Die Herstellung von Leder ist ein enorm aufwändiger Prozess, so dass man seine Lederprodukte pflegen und nie vorzeitig wegwerfen sollte.

Am Freitag machten wir eine Wanderung und ein kleines Picknick am Fluss, bevor es, schweren Herzens und unter Tränen, an den Abschied ging und wir zurück nach Deutschland flogen. 

Der Rückbesuch der Spanier - vom 04.04.-11.04.19 - wird von unseren Schülerinnen und Schülern schon jetzt freudig erwartet.