Am Morgen des 6. September 2018 durfte die Hochtaunusschule in Oberursel zwei nichtalltägliche Gäste begrüßen, nämlich zwei hessische Spitzenpolitiker aus Wiesbaden. Denn zu einer Diskussions-Veranstaltung mit Schülerinnen und Schülern hatte die Schule die beiden Vorsitzenden der zwei größten Fraktionen im hessischen Landtag eingeladen: Michael Boddenberg (CDU) und Thorsten Schäfer-Gümbel (SPD) kamen zu uns, um sich den Fragen der Schüler_innen und Lehrer_innen der HTS zu stellen.

Schulleiter Dr. Büchele begrüßte die beiden hohen Gäste in der HTS

Mitdiskutieren konnten Schülerinnen ausgewählter Klassen der Jahrgangsstufen 11 bis 13 verschiedener Schulzweige der HTS (berufliches Gymnasium, Fachoberschule und Berufsfachschule) sowie alle interessierten Lehrer_innen.

Die  beiden hessischen Spitzenpolitiker Michael Boddenberg (CDU, links) und Thorsten Schäfer-Gümbel (SPD, Mitte) stellten sich den Schülerfragen. Rechts Frau Dr. Cornelia Wagner, die Organisatorin der Veranstaltung

Thematisch ging es schwerpunktmäßig um die hessische Bildungspolitik, die Digitalisierung und die Zukunft der dualen Ausbildung im Land und in der Region, die mittel- und langfristige Regionalentwicklung im Hochtaunuskreis und die Schaffung bezahlbaren Wohnraumes. Aber auch die eine oder andere Anekdote wurde erzählt und so erfuhren die staunenden Zuhörerinnen und Zuhörer u.a., dass die WLAN-Netzkapazität in Tibet eine bessere sei als in Deutschland. Was manch einer zuerst gar nicht glauben mochte – aber es muss ja stimmen, wenn ein Politiker einem das erzählt – denn die lügen ja bekanntlich nie und nimmer!

Der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt, den fast 200 Schülerinnen und  Schüler sowie Lehrkräfte und auch Pressevertreter wohnten der Veranstaltung bei

Dieses Event ist nicht das erste dieser Art, im Gegenteil. Seit 2015 organisiert Frau Dr. Cornelia Wagner an der HTS derartige Veranstal-tungen, bei denen Schülerinnen und Schüler, von denen die allermeisten schon Erstwähler_innen sind oder dies bald sein werden, mit Politikern ins Gespräch kommen können, um sich eine eigene Meinung zu bilden. Das Ganze geschieht unter dem Motto „Schüler_innen fragen, Politiker_innen antworten“.

Unser erklärtes Ziel ist es dabei, der immer wieder beklagten (tatsächlichen oder angeblichen) Politikverdrossenheit der Jugend entschieden entgegen zu wirken. Nicht übereinander schimpfen, sondern miteinander reden ist die Devise.