Traditionell gelten die vierzig Tage vor Ostern, die Fastenzeit, als Zeit der Besinnung, des Innehaltens und des Gewahrwerdens über Fragen des eigenen Menschseins. Grund genug auch für die Religionslehrer_innen der Hochtaunusschule Oberursel, allen voran Frau Stenz und Berkowski, am Aschermittwoch, dem 14.2.2018 ein Zeichen in dieser Richtung zu setzen. In der zweiten Unterrichtsstunde fand unter dem Titel „Zwischenzeiten“ eine gut halbstündige Besinnung von Lehrer_innen und Schüler_innen zum Beginn der Fastenzeit statt.

 

Ziel dieser gut besuchten Veranstaltung war es, Zeit für die Reflexion aufs eigene Leben, eigene Erfahrungen zu finden. Zeit, die sonst im Schulalltag leider allzu oft fehlt. Die Teilnehmer_innen hielten sich selbst den Spiegel vor, und zwar wortwörtlich. Denn zu diesem Zweck wurden während der Veranstaltung kleine Handspiegel an alle Anwesenden verteilt. Insgesamt war es, wenn man einmal von kleineren Details bereit ist abzusehen, eine durchaus gelungene und anregende Schulveranstaltung, welche beweist, dass an der Hochtaunusschule nicht nur allein Elektronik und Metalltechnik im Vordergrund stehen, sondern auch die Schüler_innen als Menschen im ganzheitlichen Sinne mit einer geistig-seelischen Dimension wahrgenommen werden.

Es nahmen ca. 110 Schüler aus diversen Klassen teil und mehreren verschiedenen Schulformen teil, darunter neben christlichen auchnicht wenige konfessionslose und muslimische Schüler_innen. Denn diese Besinnung verstand sich ausdrücklich als ein Angebot an alle Mitglieder der Schulgemeinde und richtet sich an das Menschsein der Teilnehmer.

Sie enthielt daher keine ausdrücklichen konfessionellen Rituale oder Symbole. So wurden Hemmnisse vermieden und Hürden abgebaut, die insbesondere nichtchristliche Schüler_innen ansonsten von dem Besuch vergleichbarer Events abhalten könnten.

Denn es versteht sich von selbst, dass die Teilnahme an derartigen Schulveranstaltungen stets nur auf freiwilliger Basis erfolgt.