Schülerinnen und Schüler der Hochtaunusschule in Oberursel schlüpften für einen Tag in die Rolle eines Landtagsabgeordneten und debattierten im Plenarsaal des hessischen Landtages in Wiesbaden über Energiepolitik, Jugendschutz und Schulpolitik.

  

Der „Landtagsabgeordnete“ Kai Denfeld verteidigt am Rednerpult die Position der Ökologischen Fraktion zur Bekämpfung des Alkoholmissbrauchs von Jugendlichen unter Beifall der Abgeordneten der Konservativen Fraktion.

Der „Landtagspräsident“ Johannes Kröger erklärt seinen Mitschülern von der Hochtaunusschule die Technik des Plenarsaals.

 

„Sehr geehrter Herr Präsident, sehr geehrte Abgeordnete, …“ so beginnt jeder Redner im Hessischen Landtag traditionell seine Rede. Auch wenn diese Anrede von den 109 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 des beruflichen Gymnasiums der Hochtaunusschule in Oberursel und der Limesschule in Altenstadt anfänglich noch geübt werden musste, fanden die Schülerinnen und Schüler schnell in ihre fiktive Rolle als hessische Landtagsabgeordnete. Dies lag vor allem an den sehr realistischen Rahmenbedingungen des Planspiels „Wir sind Abgeordnete“, an dem die Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Politik- und Wirtschaftsunterrichts unter Leitung von Barbara Finkeldey und Sascha Geißler am 26. Februar im hessischen Landtag in Wiesbaden teilnahmen. So wurden zu Beginn Fraktionen gebildet, deren Größe die Mehrheitsverhältnisse der aktuellen Wahlperiode berücksichtigte. Dementsprechend stellten die Fraktionen der Konservativen Partei und der Ökologischen Partei die Mehrheit der Abgeordneten und die Fraktionen der Arbeitnehmerpartei, der Sozialistischen Partei und der Freiheitspartei die Opposition. Auch die Ämter des Landtagspräsidenten, des Ministerpräsidenten, mehrerer Landesminister und der Fraktionsvorsitzenden wurde jeweils von Schülerinnen und Schülern besetzt.

 

Im Anschluss an die konstituierende Plenarsitzung erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler innerhalb ihrer Fraktionen parlamentarische Initiativen zu aktuellen Problemfeldern wie der Bekämpfung des Alkoholmissbrauchs von Jugendlichen, der Verbesserung des hessischen Schulsystems oder des Ausbaus regenerativer Energien. Diese Initiativen wurden in der 2. Plenarsitzung eingebracht, wobei einzelne Schülerinnen und Schüler selbstbewusst im Plenum für ihren Antrag warben und versuchten, die Argumente der gegnerischen Fraktionen zu entkräften. In der anschließenden Beratung in den Ausschüssen wurde versucht, Kompromisse zwischen den Fraktionen zu finden. Wie sich jedoch im Rahmen der 3. Plenarsitzung zeigte, fanden nur die Anträge der regierenden Parteien eine Mehrheit. Die Anträge der Oppositionsparteien wurden durchweg abgelehnt  - „wie im echten Leben“, so der Kommentar eines Schülers der Hochtaunusschule.

 

Das ganztägige Planspiel wurde abgerundet durch eine Diskussion mit den Landtagsabgeordneten Elke Barth (SPD), Daniel May (Grüne), Hermann Schaus (Die Linke) und Florian Rentsch (FDP) sowie mit dem Mitarbeiter des Abgeordneten Jürgen Banzer Alexander Hees (CDU) über ihren Arbeitsalltag, in dem neben der parlamentarischen Arbeit auch die Wahlkreisarbeit einen wichtigen Stellenwert einnimmt.

 

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